Transalpine Ölleitung in Österreich Ges.m.b.H.

Die Transalpine Ölleitung in Österreich GmbH ist neben der Società Italiana per l’Oleodotto Transalpino S.p.A. und Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH eine der drei Ländergesellschaften des international tätigen TAL-Konzerns.

Die Hauptschlagader der mitteleuropäischen Wirtschaft

Seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1967 sind durch die Transalpine Pipeline mehr als 1,2 Mrd. Tonnen Rohöl von Triest durch die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol geflossen – unterirdisch, unsichtbar und vor allem umweltfreundlich. Die TAL spielt somit eine Schlüsselrolle in der Rohölversorgung Mitteleuropas und beliefert insgesamt acht Raffinerien in Österreich, Deutschland und Tschechien. In den Raffinerien wird das Rohöl zu Antriebsstoffen, Heizöl und wertvollen Grundstoffen für die chemische Industrie verarbeitet. Die Leistung der TAL entspricht einer täglichen Ersparnis von 8.000 Lkw-Fahrten über die Alpen und erspart somit den Bundländern Kärnten, Salzburg und Tirol eine Umweltbelastung von erheblichem Ausmaß.

Image
Sicherheit hat oberste Priorität

Transalpine Ölleitung in Österreich GmbH mit ihrer Niederlassung in Matrei in Osttirol legt großen Wert auf die Sicherheit. Als Innovator auf diesem technischen Gebiet bedient sich TAL modernster Steuer- und Überwachungssysteme. Seit 1990 hat TAL über 70 Millionen Euro in die kontinuierliche Modernisierung und Erneuerung der Anlagen in Österreich investiert.

Ein Partner für die Region

Die Betriebszentrale und das Kontrollzentrum in Kienburg (bei Matrei in Osttirol) sowie das Wartungszentrum in Jochberg mit seinem hochqualifizierten Fachpersonal spielen eine wichtige Rolle im sicheren Betrieb der TAL-Pipeline.

TAL beschäftigt 23 direkte Mitarbeiter in Österreich. Nimmt man die bei den TAL-Vertragspartnern Beschäftigten hinzu, arbeiten in Österreich 70 Menschen für die Pipeline. Die Partnergesellschaften befinden sich hauptsächlich in Kärnten, Salzburg und Tirol, und zwischen einigen besteht schon seit Jahrzehnten eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit TAL.

Image
Pipeline-Trasse und Hauptanlagen in Österreich

An der italienisch-österreichischen Grenze taucht die TAL in den 7 km langen Plöcken-Stollen in den Karnischen Alpen ein. Vorbei an der Gemeinde Kötschach/Mauthen verläuft die Ölleitung durch das Gailtal und über den Gailbergsattel nach Oberdrauburg im Drautal.

Vorbei an der Stadt Lienz führt die Trasse durch das Iseltal und erreicht dann, stetig ansteigend entlang des Tauernbachs die Felber Tauern und damit ihren geografisch höchsten Punkt mit 1.572 Metern über dem Meeresspiegel. Hier verschwindet die Leitung in einem weiteren 7 km langen Tunnel unter dem Alpenhauptkamm. Am Tunnel-Ende befindet sich die Pipeline bereits im Bundesland Salzburg. Entlang der Felbertauernstraße führt die Trasse hinunter nach Mittersill im Pinzgau.

Dort überquert sie die Salzach, und über den Pass Thurn geht es hinunter nach Nordtirol. Bei Jochberg tritt die TAL in den 7 km langen Hahnenkamm-Tunnel ein. Vorbei an den Ortschaften Reith, Going und Söll geht es dann über Eiberg und Schwoich hinunter ins Inntal. Bei Kufstein/Kiefersfelden überschreitet die Trasse die österreichisch-deutsche Grenze.

Entlang des 160 km langen Pipeline-Abschnitts in Österreich gibt es 22 Stationen. Neben den Tunnel- und Stolleneingängen und den Ventil- und Druckausgleichsstationen gibt es eine erste Transferstation in Würmlach bei Kötschach/Mauthen, von wo das Rohöl in die Adria Wien-Pipeline gespeist wird, die wiederum Österreichs einzige Raffinerie in Schwechat bei Wien mit dem Öl aus Triest versorgt.

In der Gemeinde Matrei in Osttirol befinden sich die Anlagen Kienburg und Gruben mit ihren Pumpstationen, die dafür sorgen, dass das Öl über den Alpenhauptkamm nach Bayern transportiert wird.