Seehafenterminal

Der Seehafen von Triest liegt in der Bucht von Muggia im Golf von Triest (lat. 45° 36’ 45’’ N; long. 13° 46’ 36’’ E). Im Hafenterminal wird die Ladung der ankommenden Öltanker gelöscht; von den Hafenanlagen wird das Rohöl über Transferleitungen in das Tanklager in San Dorligo della Valle gepumpt.

Image
Der Terminal, der aus 2 Tankerlöschbrücken mit jeweils 2 Anlegestellen besteht, kann vier Schiffe gleichzeitig aufnehmen.

Löschbrücke Nummer 1 ist 476 Meter lang und für Öltanker mit einer maximalen Wasserverdrängung von 144.000 MT bestimmt. 

Löschbrücke Nummer 2 ist 490 Meter lang; hier können Tanker mit einer Wasserverdrängung von maximal 280.000 MT anlegen.

Jede der vier Anlegestellen ist über die vier Transferleitungen direkt mit dem ca. 5 km entfernten Tanklager verbunden. Die Tanker pumpen das Rohöl direkt in die Transferleitungen, über die das Öl zum Tanklager gelangt. 

Die Tankerlöschbrücken haben Ost-Nordost-Ausrichtung (in Windrichtung der Bora), und der axiale Abstand zwischen den Brücken beträgt 250 Meter.

Die Anlagen werden rund um die Uhr über einen hochmodernen Leitstand überwacht. Hoch spezialisiertes Bedienungspersonal kontrolliert sämtliche Abläufe, angefangen vom Einlaufen des Öltankers im Hafen, über das Löschen der Ladung und dem Weiterleiten des Rohöls bis hin zum Auslaufen des Tankers aus dem Hafen.

Sicherheit und Umweltschutz haben in unserem Unternehmen höchste Priorität. Wir investieren kontinuierlich in Forschungsarbeit sowie in die besten, auf dem Markt verfügbaren Technologien. Wir realisieren Projekte, die auf die Verbesserung umweltfreundlicher Systeme und einen stärkeren Schutz des Meeres abzielen. Neben Feuermeldesystemen richten wir unser besonderes Augenmerk auf Umweltschutzmaßnahmen.

Image
Image
Image

OSR (Oil Spill Response) ist unser Vorzeigeprojekt, ein neuer Umweltschutzplan, der auf eine Öllache im Hafen umgehend reagiert und sich um das Auffangen von ausgelaufenem Öl kümmert. Dieses Eindämmungssystem plant die Einschließung und Absperrung der von der Öllache betroffenen Meeresregion in zwei Stufen. Stufe 1 ist eine schnell einsetzbare Schlauchbarriere, mit der sich ein 280 Meter langes Schiff in ca. drei Minuten umranden lässt. Stufe 2 ist umfangreicher und flexibler und besteht aus 2.100 m langen, aufblasbaren Schwimmschirmen, die sich in Containern auf vier Plattformen befinden.

Das Zwei-Stufen-System wird durch eine permanente, unter den Kais befindliche Schutzbarriere ergänzt.

Image
Ziel des Oil Detection-Systems (ODS) ist die Fernüberwachung der Meeresregion und hierbei insbesondere das Aufspüren von Ölflecken oder –teppichen mittels Echtzeiterkennung von Kohlenwasserstoffspuren im Meer. Dies geschieht mit Hilfe von Wärmebildkameras und UV-Projektoren, die bei jedem Wetter und bei allen Sichtverhältnissen einsetzbar sind.

Das Sicherheitssystem wird durch den Wetterradar abgerundet. Mit diesem Radar lassen sich mögliche atmosphärischen Turbulenzen in einem Radius von 30 Meilen erkennen. Das Gewitterdetektor-System überwacht die elektrische Aktivität in der Atmosphäre etwa im gleichen Radius und warnt vor Gewitterzellen. Das Vessel-Traffic-Überwachungssystem überwacht den gesamten Hafenbereich und kontrolliert die Route und Geschwindigkeit der Schiffe sowie ihren Abstand zueinander.

Mit Hilfe des Optimoor-Simulators wird die Mooring-Qualität und -Quantität der einzelnen Schiffe vor dem Anlegen bewertet. Der Flutmesser wird zur Bestimmung der genauen Meereshöhe verwendet und hilft die Sicherheit der Moorings der in den Hafen einlaufenden Schiffe zu optimieren.

Durchschnittlich 420 Tanker laufen den Siot Marine Terminal jedes Jahr an, wo im Schnitt 35 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr umgeschlagen werden. Das Öl kommt hauptsächlich aus Nordafrika, dem Mittleren Osten, Nigeria und Russland. Siot Marine Terminal macht 75% des Schiffsverkehrs im Hafen von Triest aus und ist somit der meist ausgelastete Ölterminal Italiens.

pdfKlicken Sie hier und laden das Dokument: "Terminal Information and Port Regulations"