News



TAL ist seit Jahresbeginn die mit Abstand größte Rohölpipeline Europas

Lienz – Die Transalpine Ölleitung blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurück. „Die TAL hat im Vorjahr 34,9 Millionen Tonnen Rohöl sicher von Triest nach Österreich, Deutschland und Tschechien transportiert“, erklärte TAL General Managerin Ulrike Andres beim Jahrespressegespräch in Lienz.
Der Umsatz der TAL-Gruppe lag im Vorjahr bei 106 Millionen Euro, TAL Österreich steuerte 19 Millionen Euro bei. Das Ergebnis nach Steuern betrug in der Gruppe 1,5 Millionen Euro und 322.000 Euro bei TAL Österreich.

Seit Jahresbeginn ist die TAL die mit Abstand größte Rohölpipeline Europas, heuer soll die transportierte Menge auf mehr als 40 Millionen Tonnen anwachsen. Das entspricht 10.000 LKW-Fahrten pro Tag, welche die unsichtbare Leitung der Region erspart. Andres: „Wir beliefern insgesamt acht Raffinerien, darunter die „MiRO“ in Karlsruhe. Deutschlands größte Raffinerie wird seit Jahresbeginn ausschließlich über die TAL versorgt.“ Außerdem wurde im Vorjahr die weitere Belieferung der Raffinerie Ingolstadt gesichert. Nach der Insolvenz des bisherigen Betreibers Petroplus Anfang 2012 übernahm Gunvor im August 2012 die Anlage, die sich mittlerweile wieder im Normalbetrieb befindet.

Hauptschlagader für Mitteleuropa
Aktuell deckt TAL den österreichischen Rohölbedarf zu 90 Prozent, den bayerischen und seit Jahresbeginn 2013 auch den baden-württembergischen zu 100 Prozent. Weiters wird auch Tschechien zu mehr als 30 Prozent von TAL versorgt.
Im Hafen von Triest hat die TAL im vergangenen Jahr 409 Tankschiffe entladen, heuer werden es mehr als 500 sein. Andres: „Die TAL ist auf lange Sicht eine wichtige Hauptschlagader der mitteleuropäischen Energieversorgung.“ Die Raffinerien, die über die TAL beliefert werden, gewinnen aus dem Rohöl Kraftstoffe, Heizöle und wertvolle Rohstoffe für die chemische Industrie.

Neuer Gesellschafter seit Anfang 2013
Im Jahr 2012 gab es zwei Änderungen in der Gesellschafterstruktur der TAL: Die Shell Deutschland Oil GmbH veräußerte fünf Prozent ihrer Anteile an den drei TAL Gesellschaften an die tschechische MERO ČR. Die C-Blue Limited (Gunvor) übernahm den 10 Prozent-Anteil von Petroplus. Weitere Gesellschafter der TAL sind OMV, Shell, Ruhr Oel, ENI, BP, Exxon Mobil, Phillips 66/Jet Tankstellen und Total.

Umfassende Investitionen
Um den langfristigen und sicheren Betrieb der TAL zu gewährleisten, investiert die TAL-Gruppe kontinuierlich in die Anlagen. „Das Investitionsbudget für 2012 lag bei rund 21 Millionen Euro. Heuer werden es 18 Millionen Euro sein“, sagte Oswald Steiner, Geschäftsführer der TAL Österreich mit Sitz in Kienburg. In Österreich werde dabei ein mehrjähriges, insgesamt rund 20 Millionen Euro schweres Investitionsprogramm zur Errichtung von Schächten in verschiedenen Stationen entlang der 160 km langen Pipelinetrasse gestartet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einbau moderner, energieoptimierter Pumpenmotoren und Hochspannungseinrichtungen.

„Wir arbeiten dauerhaft daran, die Leitung auf dem neuesten Stand zu halten“, erläuterte Steiner. „So stand die Leitung im April 2013 nach monatelanger Vorbereitung durch unsere Mitarbeiter für 80 Stunden still, um wichtige Teile in der Pumpstation Gruben zu erneuern.“

Wichtiger Arbeitgeber
Die TAL beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter – 22 davon in Österreich. Inklusive Partnerfirmen sind 750 Mitarbeiter in den drei Ländern für TAL tätig, ca. 70 davon in Österreich.

Ölaustritt Inn Nord: Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen
Am 24. April 2013 kam es in der Station „Inn Nord“ (Langkampfen bei Kufstein) im Rahmen einer Reparaturarbeit zu einem Ölaustritt durch eine fehlerhafte Armatur. Bei dem Vorfall drangen innerhalb des Stationsgeländes einige hundert Liter Öl in den Boden ein. Mit den Sanierungsarbeiten begann die TAL unmittelbar nach dem Vorfall. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und externen Sachverständigen konnte das kontaminierte Erdreich bereits nach zwei Tagen vollständig entfernt werden. Oswald Steiner: „Wir haben die Sanierungsmaßnahmen innerhalb weniger Tage erfolgreich abgeschlossen. Ein Abschlussbericht des externen Sachverständigen bestätigt das auch schriftlich gegenüber der zuständigen Behörde.“

Positiver Ausblick
Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr und die Folgejahre falle positiv aus, erklärte Andres: „Wir beliefern mittlerweile sechs der acht angeschlossenen Raffinerien als einzige Pipeline. Das zeigt das Vertrauen unserer Gesellschafter in das Unternehmen.“ Einen wesentlichen Beitrag leisteten auch die zahlreichen Partner, betonten die TAL-Geschäftsführer: „Wir möchten uns für die sehr gute Zusammenarbeit mit den Behörden, den Gemeinden, den Einsatzkräften und den zahlreichen Partnerfirmen bedanken.“

Mehr dazu in den Online Beiträgen

Downloads der Presseartikel