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Ein Sommer bei der TAL

Interessante und spannende Ferialarbeit bei einem "versteckten Champion".

Die Transalpine Ölleitung TAL zählt zu jenen erstaunlichen Infrastruktur-Einrichtungen, die man täglich braucht und dennoch nicht bemerkt. Als größter Rohöltransporteur Europas ist die TAL tatsächlich ein "versteckter Champion". 90% des österreichischen, ein Viertel des deutschen und ein Drittel des tschechischen Rohöhlbedarfs werden von der TAL bewegt, vom Seehafen Triest, wo mehr als 500 Öltanker pro Jahr ihre Ladung löschen, bis zu den großen Raffinerien in Österreich, Deutschland und Tschechien.

Gezielter Einsatz
Rund 750 Menschen arbeiten in Österreich, Deutschland und Italien für die TAL, darunter in jedem Sommer auch ca. 20 "Ferialer" bei der TAL Österreich. Sie sammeln Erfahrungen bei einem internationalen Konzern und kommen in unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz. Irina Pötscher studiert für das Volksschul-Lehramt und arbeitet bereits den dritten Sommer für die TAL: "Ich bin vorwiegend im Dokumentenmanagement eingesetzt, bei einer Firma dieser Größenordnung ein durchaus spannendes Thema". Der PHTL-Schüler Elia Brugger ist das erste Mal dabei und sammelt einen Monat Praxiserfahrung: "Ich war vier Wochen in der Schlosserei mit Metall-, Montage- und Instandhaltungsarbeiten beschäftigt. Es hat Spaß gemacht, weil ich sehr selbstständig arbeiten durfte."

Dominik Ladner und Lukas Steiner sind höhersemestrige Studenten, die TAL-Chef Oswald Steiner ganz gezielt beschäftigt: "Wir freuen uns jedes Jahr auf die Ferialkräfte, die zum Großteil aus Osttirol stammen, weil es ambitionierte junge Menschen sind, die ein paar Wochen frischen Wind bringen und von uns auch sehr sorgfältig positioniert und eingesetzt werden", erklärt Steiner. "Es ist bei TAL eine bereits seit vielen Jahren eingespielte Praxis, Arbeiten, die Schüler und Studenten bewältigen können, gezielt in den Sommermonaten mit den Ferialarbeitern durchzuführen. So ergibt sich eine Win-Win Situation: Die jungen Mitarbeiter führen Tätigkeiten aus, das Unternehmen bekommt wertvolle Unterstützung." Im Fall von Dominik und Lukas geht es nicht nur um Sinn, sondern auch um Verantwortung. Dominik, der an der TU Graz Elektrotechnik studiert, macht Messungen in den einzelnen "Schieberstationen" entlang der Pipeline, MCI-Student Lukas pflegt aktuelle Pipelinedaten in ein spezielles 3D-Programm ein. Beide loben nicht nur das Arbeitsklima, sondern vor allem die Chance, an konkreten und wichtigen Projekten mitzuarbeiten.

Jetzt im Herbst sind die jungen Sommerkräfte wieder in ihren Schulen oder an ihren Universitäten. Sie haben hinter die Kulissen eines sehr speziellen Unternehmens geblickt, von dem andere bestenfalls die orangen "Hütchen" kennen, die den Weg der Pipeline über die Alpen kennzeichnen. "Ich werde mich im nächsten Jahr wieder bewerben", erklärt Irina und ist mit diesem Vorhaben sicher nicht alleine.

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