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Transalpine Ölleitung steigerte Durchsatz um mehr als 18 Prozent

Die Transalpine Ölleitung (TAL) blickt auf ein Rekordjahr zurück. Im vergangenen Jahr wurden 41,3 Millionen Tonnen Rohöl sicher von Triest über die Alpen durch Kärnten, Tirol und Salzburg zu einigen der wichtigsten europäischen Raffinerien geliefert. Im Vergleich zu 2012 bedeutet das ein Transportplus von mehr als 18 Prozent. Insgesamt versorgt die 750 Kilometer lange Leitung acht Raffinerien in Deutschland, der Tschechischen Republik und Österreich. „Wir decken den Rohölbedarf in Österreich zu 90 Prozent, in Deutschland zu 40 Prozent, in Bayern und Baden-Württemberg zu 100 Prozent und in der Tschechischen Republik zu 40 Prozent. Die TAL ist die wichtigste Rohölpipeline Europas und eine Hauptschlagader der mitteleuropäischen Mineralölwirtschaft“, sagt Ulrike Andres, Geschäftsführerin der TAL-Gruppe. „Jeder Tropfen Treibstoff, der im Vorjahr in Österreich verkauft wurde, ist durch die TAL geflossen.“

Außerdem spiele die TAL eine wichtige Rolle für den Hafen in Triest, erklärt Andres: „2013 wurden im Hafen von Triest 502 Tanker gelöscht. Das macht Triest zum wichtigsten Ölhafen des Mittelmeerraumes. Die Aktivitäten der TAL tragen mittlerweile mehr als 80 Prozent zum gesamten Hafenumschlag von Triest bei.“

Dieses Jahr feiert die TAL 50 Jahre Baubeginn. Andres: „Die TAL wurde in der Rekordzeit von nur 1.000 Tagen errichtet.“ Die erste Charge Rohöl ging 1967 durch die Pipeline – seitdem wurden mehr als 1,3 Milliarden Tonnen Rohöl transportiert. Damit erspart die TAL den Regionen im Trassenverlauf täglich 10.000 LKW-Fahrten.

Millioneninvestitionen

Sicherheit sei oberstes Gebot beim Betrieb der TAL, erläutert Dirk Strack, der seit Anfang des Jahres für Operations und Technik der gesamten TAL-Gruppe verantwortlich ist. „Als Technologieführer investieren wir jährlich Millionenbeträge in moderne Steuerungs- und Überwachungssysteme sowie die Erneuerung der Anlagen. Den Fokus richten wir überdies auf die Reduzierung des Energieverbrauchs.“ Das Investitionsvolumen belief sich in Österreich 2013 auf 4,4 Millionen, in den kommenden Jahren werden österreichweit 20 Millionen Euro investiert, in der Gruppe 120 Millionen Euro.

Großprojekt in Österreich

„In Österreich startet Technologieführer TAL in diesem Jahr ein mehrjähriges Investitionsprogramm, um Pumpstationen und Schiebereinrichtungen auf dem neuesten Stand zu halten“, kündigt Andreas Landsteiner, Prokurist der TAL Österreich an. Landsteiner bildet zusammen mit Christian Wilhelmer und Ulrike Andres seit kurzem das neue Führungsteam der TAL in Österreich. Wilhelmer fungiert dabei als neuer Betriebsleiter, Landsteiner als lokaler Executive Manager und Betriebsleiter-Stellvertreter. Die Neubesetzung war durch das Ableben des bisherigen Geschäftsführers Oswald Steiner im November 2013 notwendig geworden.

Die TAL werde auch in Zukunft ein starker Partner der regionalen Wirtschaft und ein attraktiver Arbeitgeber in der Region sein, betont Landsteiner: „Wir beschäftigen 23 Mitarbeiter in Kienburg. Über Partnerfirmen sind es 70 Beschäftigte.“

Über die TAL-Gruppe

Die internationale TAL-Gruppe besteht aus drei Ländergesellschaften in Deutschland, Österreich und Italien. Die TAL Österreich hat ihren Sitz im Osttiroler Kienburg. Insgesamt werden 200 Mitarbeiter beschäftigt, inklusive Partnerfirmen sind 750 Mitarbeiter in den drei Ländern für TAL tätig. Der Umsatz der Gruppe lag im Geschäftsjahr 2013 bei rund 120 Millionen Euro, in Österreich wurden 20,3 Millionen Euro umgesetzt. Gesellschafter der TAL sind OMV, Shell, Ruhr Oel, ENI, C-Blue Limited (Gunvor), BP, Exxon Mobil, Phillips 66/Jet Tankstellen, Total und MERO ČR.