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Transalpine Ölleitung steigerte Durchsatz um mehr als 18 Prozent

Die Transalpine Ölleitung (TAL) blickt auf ein Rekordjahr zurück. Im vergangenen Jahr wurden 41,3 Millionen Tonnen Rohöl sicher von Triest über die Alpen zu einigen der wichtigsten europäischen Raffinerien geliefert. Das entspricht einem Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Insgesamt versorgt die 750 Kilometer lange Leitung acht Raffinerien in Deutschland, der Tschechischen Republik und Österreich – unter anderem die MiRO in Karlsruhe und die Gunvor-Raffinerie in Ingolstadt. „Wir decken den Rohölbedarf in Deutschland zu 40 Prozent, in Bayern und Baden-Württemberg zu 100 Prozent. Die TAL ist die wichtigste Rohölpipeline Europas und eine Hauptschlagader der mitteleuropäischen Mineralölwirtschaft“, sagt Dipl.-Ing.Dirk Strack, der seit 1.1.2014 als Mitglied der TAL-Geschäftsleitung in Deutschland fungiert und für Operations und Technik der gesamten TAL-Gruppe verantwortlich ist.

Außerdem spiele die TAL eine wichtige Rolle für den Hafen in Triest, erklärt Strack: „2013 wurden im Hafen von Triest 502 Tanker gelöscht. Das macht Triest zum wichtigsten Ölhafen des Mittelmeerraumes. Die Aktivitäten der TAL tragen mittlerweile mehr als 80 Prozent zum gesamten Hafenumschlag von Triest bei.“

Millioneninvestitionen

Sicherheit sei oberstes Gebot beim Betrieb der TAL, betont Dr. Annett Bartscher-Hartmann. Bartscher-Hartmann, die seit 2002 für TAL tätig ist, wurde Anfang des Jahres zur Leiterin Technik in Deutschland ernannt. „Als Technologieführer investieren wir jährlich Millionenbeträge in moderne Steuerungs- und Überwachungssysteme sowie die Erneuerung der Anlagen. Den Fokus richten wir überdies auf die Reduzierung des Energieverbrauchs.“ Das Investitionsvolumen belief sich in Deutschland 2013 auf 3,4 Millionen Euro, in diesem Jahr sind 4,3 Millionen Euro budgetiert.

Mehr als 28 Millionen Euro habe die TAL in Deutschland zwischen 2008 und 2013 in den Bau von Auffangvorrichtungen investiert. „Es ging hier in enger Absprache mit den Behörden darum, 1.000 Verbindungen im gesamten deutschen Pipeline-Verlauf zusätzlich abzusichern, die nicht verschweißt sind.“ TAL realisierte dafür u.a. 52 Stahlbetonschächte in 43 Stationen sowie 140 Stahlwannen. „Trotz dieser komplexen Baumaßnahmen lief der Betrieb der Leitung ohne Einschränkung“, sagt Bartscher-Hartmann.

Über die TAL-Gruppe

Die TAL-Gruppe besteht aus drei Ländergesellschaften in Deutschland, Österreich und Italien. Insgesamt werden 200 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz der Gruppe lag im Geschäftsjahr 2013 bei rund 120 Millionen Euro. Gesellschafter der TAL sind OMV, Shell, Ruhr Oel, ENI, C-Blue Limited (Gunvor), BP, Exxon Mobil, Phillips 66/Jet Tankstellen, Total und MERO ČR.

Dieses Jahr feiert die TAL 50 Jahre Baubeginn. Dirk Strack: „Die TAL wurde in der Rekordzeit von nur 1.000 Tagen errichtet.“ Die erste Charge Rohöl ging 1967 durch die Pipeline – seitdem wurden mehr als 1,3 Milliarden Tonnen Rohöl transportiert. Damit erspart die TAL den Regionen im Trassenverlauf täglich 10.000 LKW-Fahrten.