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50 Jahre Transalpine Pipeline

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50 Jahre Transalpine Pipeline

Süddeutschland, Österreich und Friaul-Julisch Venetien:

Eine Verbindung zum Wirtschaftswachstum, eine Brücke für die Energieversorgung

Seit 50 Jahren betreibt die TAL-Gruppe ein 753 km langes Pipelinenetz, das den Hafen von Triest mit dem Herzen von Europa verbindet und den Rohölbedarf von Bayern und Baden-Württemberg zu 100%, den von Österreich zu 90% und den der Tschechischen Republik zu 50% deckt. Dadurch übernimmt TAL in der europäischen Energiewirtschaft eine strategische Rolle.

Die Geschichte der Pipeline begann in der zweiten Hälfte der 50er Jahre. Aufgrund der Wirtschaftsentwicklung wurden damals große Raffinerien in Mitteleuropa erforderlich. Um den wachsenden Energiebedarf in Süddeutschland zu decken, förderte der damalige bayerische Wirtschaftsminister Otto Schedl den Bau neuer Raffinerien bei Ingolstadt, deren Versorgung durch Pipelines gewährleistet werden sollte. 

Aufgrund der strategisch günstigen Lage entschied man sich für den Hafen von Triest als Ausgangspunkt der Pipeline. Die Bauarbeiten dauerten nur 1000 Tage -Dank einer Investition von 192 Millionen Dollar seitens der Eigentümer und eines Konsortiums von 83 Banken. Das machte das Projekt in Bezug auf Ingenieurwesen, Finanzen und internationale Zusammenarbeit zu einer der größten privaten Investitionen der damaligen Zeit.

Nachdem der erste Tanker am 13. April 1967 entladen wurde, trat das Rohöl seine Reise durch die Pipeline nach Ingolstadt an und wurde dort am 3. Oktober 1967 feierlich erwartet. Heute dauert diese Reise keine 3 Tage und seit damals wurden mehr als 1,4 Milliarden Tonnen Rohöl von Triest über die Alpen transportiert. Im Vorjahr konnte ein Rekorddurchsatz von 41,4 Millionen Tonnen Rohöl verzeichnet werden. Die Transalpine Pipelinestellt heute eines der sichersten, zuverlässigsten und wichtigsten Erdölversorgungssysteme in Mitteleuropa dar.

"Fast nirgendwo in Bayern zeigt sich der erfolgreiche Strukturwandel vom Agrarland hin zum Industrie- und Dienstleistungsstandort besser als im Raum Ingolstadt. Wachstum und Wohlstand, wie er die Region heute prägt, sind untrennbar auch mit der Erfolgsgeschichte der Transalpinen Ölleitung verbunden. Der Startschuss für die Verarbeitung des Rohöls vor 50 Jahren hat den ökonomischen Aufschwung angetrieben und damit auch die Ansiedlung und Gründung unzähliger neuer Unternehmen. Der Rohstoff Erdöl und mit ihm die TAL Gruppe sowie ihre vielen regionalen Partner gehören zum wirtschaftlichen Rückgrat der Region und werden die erfolgreiche Entwicklung unseres Standorts auch künftig wesentlich prägen", ist Elke Christian, Leiterin der Geschäftsstelle Ingolstadt der IHK für München und Oberbayern, überzeugt.

Das 50-jährige Jubiläum lässt TAL nicht nur auf eine erfolgreiche Vergangenheit, sondern vor allem zuversichtlich in die Zukunft blicken und ist natürlich ein Grund zum Feiern.

Die offizielle Feier findet am 5. Oktober in Ingolstadt statt. Neben zahlreichen Gästen werden auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, die Präsidentin der Autonomen Region Friaul-Julisch Venetien Giulia Debora Serracchiani und der Italienischer Botschafter in Deutschland Pietro Benassi erwartet. Auf dem Programm steht unter anderem eine Podiumsdiskussion, bei der die enge Verbindung zwischen Süddeutschland und Nordostitalien den Schwerpunkt bilden wird: Eine Verbindung, die - auch Dank der TAL - das wirtschaftliche Wachstum gefördert und viel fruchtbare Energie geliefert hat. Alessio

Lilli: "Die TAL hat in diesen Teilen Europas eine strategisch wichtige Rolle eingenommen und tut es auch weiterhin - nicht nur im Hinblick auf die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch was die Integration verschiedener Länder und Kulturen und das soziale Wachstum betrifft."

Am 6. Oktober 2017 hat die TAL Klassen der höheren Schulstufen aus der Region in das Tanklager Lenting zu einem Schools Day unter dem Motto "Kennst Du die TAL?" eingeladen. Dort können sich die Schülerinnen und Schüler vor Ort über den Betrieb, die Funktion und die Bedeutung des TAL-Pipelinesystems sowie ihre Rolle als Partner informieren.