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Transalpine Ölleitung: bis 2016 werden 150 Millionen Euro investiert

Kienburg / Triest – Die Transalpine Ölleitung wird an ihren Standorten in Italien, Österreich und Deutschland in den kommenden Jahren ein umfassendes Investitionsprogramm umsetzen. "Bis 2016 wenden wir länderübergreifend 150 Millionen Euro auf, um den langfristigen und sicheren Betrieb auch in Zukunft zu gewährleisten", sagte die General Managerin der TAL-Gruppe Ulrike Andres im Rahmen einer Pressefahrt der TAL von Kienburg nach Triest. Investiert wird unter anderem in moderne energieoptimierte Pumpenmotoren und Hochspannungseinrichtungen sowie in die Erweiterung von Schächten und Auffangeinrichtungen.

Hauptschlagader der zentraleuropäischen Wirtschaft

Der Erdölbedarf werde sich auch in den kommenden Jahrzehnten auf einem hohen Niveau bewegen, erklärte Oswald Steiner, der die Geschäfte der TAL in Österreich gemeinsam mit Ulrike Andres führt und gleichzeitig als technischer Leiter der gesamten Gruppe fungiert: "Die Lebensdauer der TAL ist durch umfassende Maßnahmen für viele Jahrzehnte gewährleistet – und damit auch die langfristige Perspektive für diese Hauptschlagader der zentraleuropäischen Wirtschaft."

Enorme Transportleistung über die Alpen

Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1967 hat die TAL mehr als 1,2 Milliarden Tonnen Rohöl von Triest aus durch Kärnten, Salzburg und Tirol nach Deutschland transportiert. "2011 waren es 35 Millionen Tonnen", sagte Ulrike Andres. Als "Hidden Champion" steuert die TAL einen maßgeblichen Beitrag zur Rohölversorgung Zentraleuropas bei – unterirdisch, unsichtbar und vor allem umweltschonend. Andres: "Wir decken den österreichischen Rohölbedarf zu 90 Prozent, den bayerischen zu 100 Prozent. Außerdem kommen 50 Prozent des Rohöls in Baden-Württemberg und 25 Prozent in Tschechien aus der TAL." Die acht deutschen, österreichischen und tschechischen Raffinerien, welche über die TAL beliefert werden, gewinnen aus dem Rohöl Kraftstoffe, Heizöle und wertvolle Rohstoffe für die chemische Industrie.

Um die Raffinerien sicher und verlässlich mit Rohöl zu versorgen, ist eine enorme Transportleistung notwendig. Ausgangspunkt ist der Hafen von Triest, in dem die TAL jährlich mehr als 400 Tankschiffe entlädt. Seit 2004 dürfen nur mehr doppelwandige Tankschiffe den Hafen ansteuern. Anschließend kommt das Rohöl in die Tankfarm der italienischen TAL (SIOT) in San Dorligo della Valle. "Von dort wird das Rohöl über die karnischen Alpen und den Felbertauern Richtung Norden gepumpt", erklärt Oswald Steiner. Die Pipeline verfügt über einen Durchmesser von einem Meter, der Transport des Rohöls von Triest nach Bayern dauert zwischen drei und fünf Tagen. Die 750 Kilometer lange Pipeline erspart den Standortregionen täglich 8.000 LKW-Fahrten.

Sicherheit steht an erster Stelle

Seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1967 legt die TAL besonderen Fokus auf das Thema Sicherheit. Oswald Steiner: "Als Technologieführerin setzen wir modernste Steuerungs- und Überwachungssysteme ein und investieren laufend in die Modernisierung und Erneuerung der Anlagen." Allein in Österreich wurden dafür seit 1990 mehr als 70 Millionen Euro in die Hand genommen. Einen wesentlichen Beitrag zum sicheren Betrieb leistet das speziell geschulte Personal in den rund um die Uhr besetzten Kontrollzentren in Triest und Lenting (bei Ingolstadt) sowie der Überwachungszentrale Kienburg (in Matrei in Osttirol). Steiner: "Zusammen mit den Wartungs-, Instandhaltungs- und Einsatzmannschaften entlang der Trasse in Italien, Österreich und Deutschland gewährleisten unsere Mitarbeiter das sichere Funktionieren des Systems."Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die kontinuierliche Wartung der Leitung gelegt:" Um Ablagerungen in der Pipeline zu entfernen, wird ein Mal im Monat der sogenannte Reinigungsmolch eingesetzt." In regelmäßigen Zeitabständen wird die Leitung darüber hinaus per Ultraschall mit einem intelligenten Molch ganz genau geprüft. Dabei handelt es sich um ein hochkomplexes Messgerät, das durch die Leitung geschickt wird.

Durch die Aktivitäten der TAL bleiben jährlich 20 Millionen Euro in Österreich – von den Ausgaben für Energie, Personal und Vertragsfirmen bis hin zu Steuern und Beiträgen für die Infrastruktur wie zum Beispiel Hochwasserschutz und Wegeerhaltung. TAL beschäftigt insgesamt 200 Mitarbeiter – 23 davon in Österreich. Inklusive Partnerfirmen sind 750 Mitarbeiter in den drei Ländern für TAL tätig, ca. 70 davon in Österreich.

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